#22 Fetisch – Ist das an ein Alter oder Wohnort geknüpft?

In Folge 22 von schwarz & eng melden sich Markus und Alex wieder aus dem Studio zurück – diesmal mit einem langen, aber intensiven Gespräch über Fetisch, Alter und Wohnort. Nach einem kleinen Rückblick auf den CSD in Hamburg, bei dem sie live auf der Bühne standen und wilde Begegnungen auf dem Truck hatten, geht’s direkt los mit dem eigentlichen Thema der Folge. Dabei wird schnell klar: Die beiden Hosts nehmen sich kein Blatt vor den Mund und streuen immer wieder persönliche Anekdoten ein, die die Folge lebendig und nahbar machen.

Markus und Alex erzählen, wann und wie sie ihre ersten Berührungspunkte mit Fetisch hatten. Während Alex bereits als Teenager erste Fantasien entwickelte, hat sich bei Markus vieles erst nach dem Auszug von Zuhause entwickelt. Beide machten ihre ersten Erfahrungen mit Anfang 20 – oft begleitet von Unsicherheit, Geheimhaltung und einem gewissen inneren Konflikt. Besonders deutlich wird das in einer sehr persönlichen Geschichte von Markus, der bei seiner allerersten Session völlig überfordert war. Es zeigt sich, wie wichtig ein sicherer Rahmen, Vertrauen und ein langsames Herantasten an das Thema ist.

Ein großer Teil der Folge beschäftigt sich mit dem Einfluss des Wohnortes auf die eigene Fetischentwicklung. Die beiden diskutieren, wie viel leichter es ist, in einer Großstadt Anschluss zu finden – ob durch Clubs, Partys oder Community-Veranstaltungen wie dem Fetish Social. Wer hingegen auf dem Land lebt, hat es oft schwerer, Gleichgesinnte zu finden oder sich sicher auszuleben. Dennoch betonen beide, dass Online-Plattformen wie Instagram, Romeo oder Recon helfen können, Kontakte zu knüpfen – besonders, wenn man den Mut hat, auch mal jemanden anzuschreiben oder sich begleiten zu lassen.

Spannend ist auch die Diskussion über das Alter in Bezug auf Fetisch. Markus spricht offen darüber, dass er sich erst mit 30 wirklich frei und angekommen in seiner Kink-Identität gefühlt hat. Beide Hosts ermutigen besonders junge Hörerinnen, sich Zeit zu lassen, nichts zu überstürzen und nicht dem Druck zu erliegen, schon alles erlebt haben zu müssen. Umgekehrt betonen sie aber auch, dass es nie zu spät ist, in die Fetischwelt einzusteigen. Mehrere Hörer hätten ihnen geschrieben, dass sie erst mit über 40 oder 50 angefangen haben, ihre Kinks zu leben – und heute umso glücklicher darüber sind.

Ein weiteres Thema, das angesprochen wird, ist der Altersunterschied in sexuellen Begegnungen. Sowohl Markus als auch Alex erzählen von sehr positiven Erlebnissen mit deutlich jüngeren oder älteren Partnern und machen klar, dass das Alter keine Rolle spielt, solange Respekt, Kommunikation und Konsens gegeben sind. Besonders das Thema „Daddy-Kink“ wird angesprochen – also die gezielte Suche nach älteren oder jüngeren Partnern – und mit Beispielen aus dem eigenen Leben unterfüttert. Am Ende zählt, dass es für beide Seiten passt, unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen oder Vorurteilen.

Zum Schluss wird der Blick nach vorne gerichtet: Die Folsom-Woche steht vor der Tür, und beide Hosts freuen sich auf Begegnungen, Outfits und vielleicht auch den einen oder anderen Flirt. Sie laden ihre Community ein, sie dort anzusprechen, gemeinsam was zu trinken oder einfach ein Selfie zu machen. Die Botschaft der Folge ist klar: Egal wie alt du bist oder wo du wohnst – Fetisch darf ein Teil von dir sein. Du musst nicht alles sofort wissen oder erleben. Du darfst ausprobieren, dich entwickeln und dir Zeit lassen. Und am wichtigsten: Du bist damit nicht allein.

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WEITERE FOLGEN VON SCHWarz & eng

#35 Fetisch im Alter – es ist nie zu spät zu sich zu stehen!

Es ist nie zu spät, zu sich zu stehen – und unser Gast Uli (69) ist der lebende Beweis! Der Vollzeit-Lederkerl nimmt uns mit durch fünf Jahrzehnte Fetisch-Geschichte: von heimlichen Chiffre-Anzeigen in der Zeitschrift „Motorrad“ zu Zeiten des Paragrafen 175 über 27 Jahre Partnerschaft bis zu seinem Neustart mit 60 – „Jetzt Vollgas, Fetisch 150 %!“ Heute ist Uli aus der Community nicht mehr wegzudenken: als ehemaliger Mister Leder Hamburg, frisch ernannter Kohlkönig des LC Nordwest und natürlich als Mister FKK (Foto, Kaffee, Kuchen). Wir sprechen darüber, warum auf CSDs so wenige Ältere zu sehen sind, wieso Fetisch im Alter nicht extremer, sondern intensiver wird, und warum man auch mit über 60 noch die große Liebe finden kann. Ulis Botschaft an alle, die denken, es sei zu spät: Einfach den Schalter im Kopf umlegen – die geilste Zeit ist jetzt!

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#34 Pille rein, horny sein – Achtung bei Substanzkonsum!

Wir waren live und mit Publikum zu Gast bei Hein & Fiete in Hamburg – und hatten mit Henry und Fabian zwei echte Experten an unserer Seite. In unserer ersten Experten-Folge geht es um Chemsex und Substanzkonsum: Welche Substanzen kursieren gerade in der Szene, warum ist die Kombination aus Poppers und Potenzmitteln lebensgefährlich, und wo überschneiden sich Substanzkonsum und Fetisch – Stichwort Ketamin, Bondage und Breath Control? Henry und Fabian erklären, wie die gemeinsame Chemsex-Beratung von Hein & Fiete und der Drogenhilfe funktioniert (jeden Mittwoch ab 18 Uhr, anonym und ohne erhobenen Zeigefinger), was hinter Drug Checking und Safer Use steckt und warum der erste Schritt – überhaupt über Konsum zu sprechen – der schwerste ist.

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#33 Update aus dem Fetisch-Leben

Wir sind zurück aus der Sommerpause und haben einiges nachzuholen: In dieser Update-Folge erzählen wir, was in den letzten Monaten bei uns passiert ist – von Alex‘ Hausbau-Chaos, spontanen Dates und der Bühnenbesichtigung für die Rainbow Cruise 2027 bis zu Markus‘ Event-Marathon mit Fetisch-Barkassenfahrt beim Hafengeburtstag, Hamburg Fetish Weekend, MLC Stuttgart (inklusive erstem Puppy Walk), Bunker Dresden und der letzten Gear and Dance in Bottrop. Außerdem sprechen wir über Toleranz im Berufsleben, eure Kinky-Highlights des ersten Halbjahrs und alles, was noch ansteht: unsere Live-Folge bei Hein & Fiete am 8. Juli zum Thema Substanzkonsum, die CSDs in Berlin und Hamburg, Puppy Park Mannheim und die Folsom Berlin.

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